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Premiere

Erster Wasserstoff-Truck Österreichs in Betrieb


Es ist ein gutes Gefühl, mit einem LKW zu fahren, der geräuscharm ist und aus dem nur Wasserdampf kommt“, sagt MPREIS LKW-Fahrer Zoran Adjelkovic, der das neue Brennstoffzellen-Fahrzeug des Tiroler Lebensmittelhändlers MPREIS gekonnt über die A12 lenkt. Fürs Erste beliefert der Fahrer mit dem emissionsfreien Sattelschlepper MPREIS-Filialen, die in der Nähe der Inntalautobahn zwischen dem Firmensitz in Völs bei Innsbruck und Kufstein liegen. Solo-LKW, die den Fuhrpark später ergänzen sollen, werden dann zu den Filialen in Tirols Tälern fahren.


Hyzon Wasserstoff-LKW für MPREIS

MPREIS ist im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon lange Vorreiter. So zählt das Tiroler Familienunternehmen zu den größten Photovoltaikbetreibern Österreichs und war das erste Unternehmen Europas, das einen Passivhaus-Supermarkt gebaut hat. Nun setzt man auf grünen Wasserstoff, „weil wir die Dekarbonisierung unseres Unternehmens weiter vorantreiben und ‚Teil der Lösung‘ in Bezug auf die Klimawende sein möchten“, so MPREIS-Geschäftsführerin Martina Dutzler. Der neue wasserstoffbetriebene LKW ist der erste seiner Art, der über Österreichs Straßen rollt. Den grünen Wasserstoff, mit dem er betrieben wird, stellt MPREIS selbst her. Dafür hat der Tiroler Nahversorger Europas größte Single-Stack-Elektrolyseanlage gebaut. Auch betankt wird der H2-LKW am Firmensitz in Völs. MPREIS hat dort eine Wasserstoff-Tankstelle errichtet, welche die erste LKW-Tankstelle inklusive Trailerbefüllstation in Österreich und die derzeit leistungsstärkste Wasserstoff-Tankstelle Europas ist.


Ein H2-LKW, der ohne Auflieger 19 Tonnen wiegt, braucht für einen vollen Tank rund 39 Kilogramm Wasserstoff. Vollgetankt ist er in 11 Minuten. Die Strecke, die das Brennstoffzellen-Fahrzeug mit einem vollen Tank zurücklegen kann, beträgt etwa 450 Kilometer. Beeindruckend ist auch, wie viel CO2 bzw. Diesel ein wasserstoffbetriebener LKW einsparen kann. „Unsere derzeit noch größtenteils mit Diesel betriebene LKW-Flotte ist mit rund 4.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ein großer Treibhausgas-Emittent. Ein H2-LKW reduziert die Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlichen Diesel-LKW um etwa 65.000 Kilogramm (65 Tonnen) CO2 pro Jahr. Die Diesel-Menge, die er einspart, beträgt ca. 25.000 Liter jährlich“, schildert Ewald Perwög, Projektinitiator von MPREIS Wasserstoff. „Mit der schrittweisen Umstellung unseres gesamten LKW-Fuhrparks auf H2-LKW kann der ‚Corporate Carbon Footprint‘ stark reduziert werden, womit wir unseren Beitrag zur Klimaneutralität leisten, die Österreich bis spätestens 2040 erreichen will.“



Brennstoffzellen-LKW der Marke Hyzon


Den ersten MPREIS Wasserstoff-LKW hat der amerikanische Fahrzeughersteller Hyzon Motors gebaut, der die Fahrzeuge für den europäischen Markt in den Niederlanden entwickelt und produziert. Das Fahrzeug vom Typ „HYZON Hymax 250“ wurde an die Bedürfnisse von MPREIS angepasst. Das Tiroler Start-up „JuVe AutoMotion“ mit Sitz in Innsbruck, das in den Bereichen Handel, Betrieb und Wartung von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen agiert, nimmt die wasserstoffbetriebenen LKW für MPREIS in Betrieb. Künftig wird das 2021 gegründete Unternehmen als ein zentraler Importeur von Hyzon Fahrzeugen in Österreich und als Full-Service-Anbieter für Brennstoffzellen-LKW den gesamten österreichischen Markt bedienen.



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