Holz vom Berg

Spezialisiert auf den Transport von und den Handel mit Holz, setzt Rieder seit Jahrzehnten auf Mercedes-Benz-Trucks.


Es ist eine riesengroße Staubwolke, der ich den Berg hinauf folge. Ausgelöst hat sie ein Mercedes-Benz Arocs-Dreiachser samt kompaktem Holzanhänger, dessen Fahrer hier ein Tempo vorlegt, das das Fahrwerk meines Pick-Up-Modells richtig fordert. Rund 10 Kilometer geht es den Berg rauf, bevor das erste Bloch geladen werden kann. Eine Strecke, die Roman Blühberger an diesem Tag schon mehrmals unter die Räder genommen hat und in den nächsten Wochen wohl noch viel öfter nutzen wird.



Während ich so meine Spur im dichten Staub suche, muss ich an die Worte von Junior-Chef Ing. Richard Rieder denken. Wie schwer es doch ist, gute Fahrer zu bekommen, sie zu Höchstleistungen und zu teils nicht planbaren Arbeitstagen zu motivieren ‒ und das in einer Gegend, in der deutlich mehr Holztransporter als Fahrer zu finden sind. Die, die im Fernverkehr am Steuer sitzen sind noch einigermaßen leicht zu finden, aber die, die das Holz vom Berg holen, müssen so viele verschiedene Dinge können, dass ihnen eine Riesenauswahl an Berufen offensteht. Sie müssen den voll beladenen Truck auch unter widrigsten Bedingungen im Griff haben, müssen technisch versiert sein, um die eine oder andere Reparatur vor Ort selbst erledigen zu können, sie müssen eine Ahnung vom Holz haben und in der Lage sein, binnen weniger Minuten Schneeketten zu montieren. Da ist es irgendwie logisch, dass sich die ganze Firma als Team versteht, in dem jeder sein Bestes gibt.


Neben dem klassischen Holzhandel und dem Abtransport aus dem Wald, ist die auf das Jahr 1923 zurückgehende Firma Rieder-Holz auch im europaweiten Transport von Paletten und Verpackungsmaterial aus Holz tätig. Zwischendurch nutzt man vorhandene Kapazitäten auch für sperrige Transportaufgaben, die nichts mit Holz zu tun haben.


Dafür, dass der Firma Rieder-Holz für alle Aufgabenbereiche die passenden Lkw-Modelle zur Verfügung stehen, sorgt seit Jahrzehnten die Firma Pappas mit aktuell insgesamt 11 Mercedes-Benz-Lkw-Modellen. Pappas ist dabei nicht nur der Händler des Vertrauens, sondern zusätzlich auch Servicepartner. So ist auch Rieder-Holz längst dazu übergegangen, komplette Serviceverträge für die Fahrzeuge abzuschließen ‒ nicht zuletzt deswegen, weil es in der eigenen Werkstatt oftmals gar nicht möglich ist, gewisse Servicearbeiten durchzuführen. Dafür bräuchte es viel Elektronik, deren Anschaffung bei einem Fuhrpark dieser Größe einfach nicht wirtschaftlich ist. Kleinere Probleme wie kaputte Leuchten oder undichte Hydraulikschläuche werden dennoch vor Ort behoben, um unnötige Standzeiten zu vermeiden.


Eine Stunde später geht es wieder den Berg runter, um das geladene Holz zum Bahnhof zu bringen. Jetzt bin ich der Gejagte, der richtig Gas geben muss, um einen Vorsprung auf den vollbeladenen Arocs von Rieder-Holz herauszufahren; ein Vorsprung, der es mir erlaubt, das eine oder andere Foto zu machen, ohne Roman aufzuhalten ‒ hat er doch heute noch viel vor.



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