Harmonie mit der Bodenkultur


Komfortgewohnte Abweichler – sprich Offroad-Fahrer – schätzen Volkswagen-Nutzfahrzeuge mit 4MOTION-Allradantrieb. Die Traktion imponiert Waldarbeitern ebenso wie Freizeitfahrern.

VW baut sein Allrad-Spektrum in diesem Jahr kräftig aus. Allradantrieb in einem Nutzfahrzeug ist längst eine sinnvolle Investition. Handwerker- und Gewerbefahrzeuge, aber auch Personentransporter müssen sich auch auf unbefestigten Straßen ihren Weg bahnen und Schneefahrbahn, Glätte oder Aquaplaning meistern. Zu den VW-Allroundern, die den Allradantrieb 4MOTION optional oder serienmäßig an Bord haben, zählen der Caddy, die T-Baureihe, der Pick-up Amarok und der neue Crafter. Dass Allrad im Trend liegt, zeigen die Zulassungszahlen von VW-Nutzfahrzeugen. Demnach ist jedes fünfte Modell der 477.000 im vergangenen Jahr ausgelieferten VW-Nutzfahrzeuge ein 4MOTION-Allradfahrzeug. In Österreich ist knapp jeder dritte Caddy und fast jedes zweite Fahrzeug der T-Baureihe mit 4x4-Antrieb unterwegs. Deutschland, Österreich, Schweiz, Skandinavien und Großbritannien dominieren die europäischen 4MOTION-Märkte für Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Doch nun der Reihe nach die von uns gefahrenen VW-Offroader.

Caddy – kompakter Raumriese

Den Einstieg in die Welt der 4MOTION-Modelle markiert der Caddy. Die neueste Generation des kompakten Vans kam erst 2015 auf den Markt; 2016 wurde die Baureihe um neue Varianten wie den Caddy Family erweitert. Das aktuellste Modell – wie von uns gefahren – ist der kürzlich vorgestellte Caddy Edition 35. Diverse Versionen des Bestsellers werden mit Allradantrieb angeboten. Das Spektrum reicht dabei von den für die gewerbliche Nutzung konzipierten Kombis und Kastenwagen über die auch privat eingesetzten Ausstattungslinien Conceptline, Trendline, Comfortline, Highline und Family bis hin zum Freizeitmobil Beach. All diese Caddy 4MOTION-Varianten sind optional mit verlängertem Radstand (3.006 statt 2.681 mm) als Caddy Maxi zu haben. Eine optische Brücke zu den Offroad-Modellen der Marke schlägt der Caddy Alltrack. Er wird exklusiv mit kurzem Radstand angeboten.

Ganz neu im Programm ist der Caddy Edition 35. Nomen est omen: Mit ihm feiert Volkswagen Nutzfahrzeuge den 35. Geburtstag der Baureihe. Kennzeichen des Sondermodells: hohe Funktionalität, bereichert um exklusives Styling und dezente Dynamik. Radstand: 2.681 mm. Der Caddy Edition 35 4MOTION ist – wie alle allradgetriebenen Modelle der Baureihe – mit zwei drehmomentstarken Turbodiesel-Direkteinspritzern (TDI) erhältlich. Sie leisten 122 PS und 150 PS. Der 122 PS-Motor wird mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe angeboten, der 150 PS starke Caddy serienmäßig mit einem 6-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe).

T-Baureihe – die Allrad-Ikonen

Der 2015 in der sechsten Generation vorgestellte „Transporter“ gilt als Ikone. Vor 70 Jahren wurde die Baureihe in einem Geniestreich vom niederländischen Volkswagen-Importeur Ben Pon „erfunden“. Der erste offizielle „Bulli“ mit Allradantrieb debütierte 1984 als „T3“ und trug die Zusatzbezeichnung „syncro“. Den Modellwechsel vom „T4“ zum „T5“ begleitete im Jahre 2003 eine technische Neuausrichtung des Allradantriebs – die bis dato eingesetzte Viscokupplung wich einer modernen Lamellenkupplung. Aus „syncro“ wurde dabei „4MOTION“.

Die elektronische geregelte Lamellenkupplung des seitdem immer weiter perfektionierten und in dieser Form auch im Caddy eingesetzten Allradantriebs verteilt die Kraft je nach Fahrsituation stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Normalfall wird dabei nur die Vorderachse angetrieben. Das spart Kraftstoff. Sobald es die Traktion oder die Handling-Situation erfordert, schalten sich die Hinterräder hinzu. Optional können die aktuellen 4MOTION-Modelle der T-Baureihe zudem mit einer mechanischen Hinterachs-Differenzialsperre sowie einem Berganfahr- und Bergabfahrassistenten ausgestattet werden. Das Assistenzsystem gestaltet über gezielte Bremseingriffe und eine Begrenzung der Motordrehzahl das Bergabfahren einfacher und sicherer.

Volkswagen-Nutzfahrzeuge bietet alle Karosserieversionen des T alternativ mit Allradantrieb an. Zahlreiche Modelle können zudem auch in der 4MOTION-Version mit langem Radstand geordert werden (3.400 statt 3.000 mm). Das Leistungsspektrum der als Turbodiesel (TDI) und Turbobenziner (TSI) lieferbaren Allradmodelle reicht von 150 PS (TDI) bis 204 PS (TDI und TSI).

Optional mit Allradantrieb lieferbar ist der neue Multivan Panamericana – seit dem Debüt des ersten Panamericana als „T4“ eine Kultversion der Baureihe. Zur Serienausstattung des Siebensitzers gehören 17"-Leichtmetallräder, abgedunkelte LED-Rückleuchten, ein speziell designter Unterfahrschutz, charismatische Seitenschweller, Stoffsitzbezüge mit Alcantara-Einsätzen, eine 3-Zonen-Klimaanlage („Air Care Climatronic“ mit speziellem Allergenfilter), das Infotainmentsystem „Composition Colour“ mit Mobiltelefonvorbereitung, Multifunktionslederlenkrad und Lederschaltknauf. Optional machen den Panamericana Features wie eine zweifarbige Lederausstattung oder ein Innenboden in Holzoptik zu einem der exklusivsten Vans auf dem Markt.

Amarok – der Pickup unter den SUV

Eigentlich ist er ein klassischer Pickup. Doch der 2016 weitreichend aktualisierte und dabei auf neue Sechszylindermotoren umgestellte Amarok wildert mit seinem charmanten Ex- und Interieur-Design sowie den souveränen Handling- und guten Qualitätseigenschaften mehr denn je auch im klassischen SUV-Segment. Mit dazu trägt der kürzlich neu eingeführte V6 TDI bei mit einer Leistung von 204 PS und 500 Nm Drehmoment – ein ebenso effizienter wie komfortabler 3,0 l-Motor. Angeboten wird er in Verbindung mit der nun ergänzten Ausstattungslinie Comfortline, dem ebenfalls ganz frischen, offroad-orientierten Modell Canyon sowie jetzt auch in der im Herbst 2016 eingeführten Ausstattungsversion Highline. Stets serienmäßig: der permanente Allradantrieb 4MOTION und ein automatisches 8-Gang-Automatikgetriebe.

Exklusiv dem Amarok Highline (optional) und Amarok Aventura (serienmäßig) vorbehalten ist die 224 PS starke Version des neuen V6 TDI. In diesem Fall wuchtet der Sechszylinder bis zu 550 Nm Drehmoment in Richtung Allradantrieb. Der Amarok wurde mit zwei unterschiedlichen 4MOTION-Systemen entwickelt: einem permanenten Allradantrieb und einem zuschaltbaren System für den harten Offroad-Einsatz. Beide Antriebsarten unterscheiden sich grundlegend von denen im Caddy und in den Modellen der T-Baureihe. Im Fall des permanenten Allradantriebs verteilt ein zentrales Torsen-Differenzial die Motorkraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. Der zuschaltbare Allradantrieb setzt indes auf ein Verteilergetriebe und eine Klauenkupplung, um per Tastendruck für einen starren Durchtrieb zwischen den Achsen zu sorgen. Eine zusätzliche Geländereduzierung für das 6-Gang-Schaltgetriebe ermöglicht hier extreme Kriechfahrten. Dies ist bei komplizierten Offroad-Passagen und starken Steigungen hilfreich.

Beide Antriebsvarianten des Amarok verfügen zudem über elektronische Differenzialsperren (EDS). Sie verhindern mit aktivem Bremseneingriff das einseitige Durchdrehen eines Rades und lenken die Antriebskraft stets zu dem Rad mit der besten Traktion.


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