Kostenlawine rollt
Das Maß ist voll schlagen die Transporteure Alarm und fordern Entlastung

Explodierende Treibstoffkosten, steigende Mauten, hoher Personal- und Fahrzeugkosten sowie zusätzliche regulatorische Belastungen setzen die Transportunternehmen unter Druck. Anlässlich der Jahrestagung der Transporteure Oberösterreichs warnte Fachgruppenobmann Günther Reder eindringlich vor den Folgen für Betriebe, Wirtschaftsstandort und Konsumenten.
Besonders dramatisch ist für Reder die Entwicklung beim Diesel. Seit Jahresbeginn ist der Dieselpreis um rund 60 Cent je Liter gestiegen. Für einen LKW mit einer Jahreslaufleistung von rund 120.000 Kilometern bedeutet das Mehrkosten von über 20.000 Euro pro Jahr und LKW. Die für Oktober und November fixierte Spritpreisbremse kann das keinesfalls abfedern, bestenfalls minimal dämpfen. Die Branche fordert daher strukturelle und langfristige Lösungen. Dazu gehören insbesondere eine befristete Aussetzung des CO2-Preises auf gewerblich genutzten Diesel sowie eine dauerhafte Reduktion der Mineralölsteuer für Gewerbediesel auf das europarechtlich zulässige Mindestniveau.

Apropos LKW-Maut: Für 2025 weist die ASFINAG Mauteinnahmen von über 2,7 Milliarden Euro aus, davon rund 1,8 Milliarden Euro aus dem LKW-Verkehr. Die Verkehrswirtschaft fordert maßvolle, kalkulierbare Mauttarife sowie eine Zweckbindung der staatlichen Mauteinnahmen.
Neben der Entlastung bei Diesel und Maut gehören dazu Anreize und Förderungen für die Transformation in Richtung alternativer Antriebe, weniger Fahrverbote, eine verlässlich nutzbare Infrastruktur, schnellere Genehmigungsverfahren, praxistaugliche Regelungen gegen den Fahrermangel und den LKW-Führerschein ab 17 Jahren als Chance, junge Menschen früher für den Beruf zu gewinnen.





Kommentare