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E-Bus am Berg

Mit dem MAN Lion’s City Elektro unterwegs in den Dolomiten.


MAN Lion's City E in den Dolomiten

Der kompakte Wendemeister glänzt in städtischen Engpassagen ebenso wie auf kurvigen Alpenstraßen. Dieser für einen Citybus eher ungewöhnliche Test – mit 10.000 Höhenmetern in drei Tagen – beeindruckte uns beim Ladestatus und der dank Rekuperation gewonnenen Energie. Anstandslos und klimafreundlich Busfahren im UNESCO-Weltkulturerbe – eine geradezu ideale Symbiose.


Die vollelektrische Stadtbus-Reihe von MAN ist komplett: Die verfügbaren Fahrzeuglängen des Lion’s City E sind 10,5 m, 12,2 m und 18,1 m. Die Zeiten des „Eine Größe für alles“ sind schlichtweg vorbei. Midibusse gelten als die bedeutenden Mitspieler bei den Verkehrsdienstleistern. Sie verfügen über eine ähnliche Passagierkapazität wie die 12 m-Solobusse, brauchen aber deutlich weniger Raum in engen Innenstädten und sind außerdem wesentlich wendiger. Und sie können als Verstärker zu Hochfrequenzzeiten oder als wendige Innenstadtshuttles eingesetzt werden. Ein prädestinierter Favorit dafür ist eben der MAN Lion’s City 10 E, mit dem wir kürzlich den Stadtbus als Bergbus erleben konnten, wie es unsere Schweizer Kollegin Rahel treffend formuliert hat.



Modulare Bauweise sorgt für Zuverlässigkeit


Um den Lion’s City 10 E zu realisieren, griffen die Konstrukteure auf den Baukasten des großen Bruders Lion’s City 12 E zurück, der als erster vollelektrischer Stadtbus von MAN debütierte und nun quer durch Europa im Einsatz ist. Mit seinem modernen „Smart Edge“-Design prägt er in vielen Metropolen das Bild eines emissionsfreien und attraktiven Stadtverkehrs. Grund genug, an den Basis-Abmessungen und Eigenschaften des Elektrobusses nicht viel zu ändern. Breite, Höhe und Überhänge bleiben unangetastet, ebenso das Konzept des motorturmfreien Hecks, durch den vier Sitzplätze (maximal 33 Sitze und 80 Fahrgäste gesamt) mehr zur Verfügung stehen als bei den wenigen Wettbewerbern im Segment. Die „Kürzung“ der Karosserie findet ausschließlich zwischen den Achsen statt, wo ein Fenstermodul herausgenommen wird, was in einer Gesamtlänge von 10,5 m resultiert und rund 350 kg Gewicht einspart. Trotz dieser deutlichen Verkürzung ist immer noch Platz für einen Rollstuhl oder Kinderwagen im Stehperron. Auch eine dritte Tür ist selbstverständlich möglich, mit dieser stehen immerhin noch 29 Sitze zur Verfügung und der Fahrgastfluss wird nochmals deutlich verbessert.


Der Radstand schrumpft durch die Maßnahmen von rund 6,0 m deutlich auf 4,40 m, und der Wendekreis sinkt auf rekordverdächtige 17,2 m, was den Wagen enorm wendig macht. Zur Wendigkeit trägt auch das ausgewachsene Fahrwerk mit Einzelradaufhängung und dem 56°-Einschlagwinkel der Räder des für Stadtbusse typischen Formats 275/70 R22,5 bei. Wie seine großen emissionsfreien Brüder verfügt der Lion’s City 10 E über adaptive PCV-Dämpfer für beste Fahreigenschaften.



Vier oder fünf Batteriepacks für maximale Reichweite


Der Lion’s City 10 E greift zudem wie alle MAN eBusse auf die bewährten Lithium-Ionen-Batterien (NMC) aus dem Konzern mit besonders hoher Energiedichte und Lebensdauer zurück. Auf dem Dach sind entweder vier oder sogar fünf Packs verbaut. Bei der vollen Bestückung lauten die Leistungsdaten 400 kWh (nutzbar 320 kWh, entspricht 80 % Entladetiefe nach „Maximum Range“-Strategie) und bis zu 300 km Reichweite bzw. 320 kWh (nutzbar 250 kWh, entspricht 78 % Entladetiefe) und 235 km Reichweite. Geladen wird der 10 m-eBus wie die 12 m- und 18 m-Varianten im Depot per CCS-Stecker und mit bis zu 150 kW. Eine Vollladung mit vier Batteriepacks dauert so weniger als 2,5 Stunden, mit fünf Packs benötigt der Bus zirka 3 Stunden 2 ideal für den schnellen Einsatz als Verstärker oder auf kurzen Innenstadtlinien.



Bewährter und effizienter Antrieb

Auch in Sachen Antrieb braucht sich der neue Midi nicht zu verstecken, wird er doch vom gleichen elektrischen MAN Zentralmotor bereitgestellt wie bei allen anderen Lion’s City E-Modellen. Dieses hauseigene Aggregat, installiert an der Hinterachse, zeichnet sich durch besondere Robustheit aus, da es fahrzeugfest im Gerippe montiert und so weniger Erschütterungen ausgesetzt ist. Das Prinzip der hier eingesetzten permanenterregten Synchronmaschine (PSM) gilt in der Branche als besonders effizient und kraftstoffsparend. Es spielt besonders bei niedrigen durchschnittlichen Geschwindigkeiten wie im innerstädtischen Bereich seine Vorteile aus. Die Spitzenleistung liegt bei 240 kW (326 PS), die Dauerleistung bei 160 kW (217 PS), was für einen Midibus dieser Klasse alles andere als bescheiden ist. Dank eines einstufigen Anpassgetriebes ist der Vortrieb stufenlos und wird ohne störenden Gangwechsel erledigt. Die Rekuperation des E-Motors kann beim Verzögern vom Fahrer feinfühlig dosiert werden und trägt so deutlich zu einem äußerst entspannten Mitschwimmen im Verkehr bei.



Ganzheitliche Elektromobilitätslösungen aus einer Hand

Die Experten von MAN Transport Solutions beraten und unterstützen Kunden bei der Entscheidung für den optimalen Bus und das richtige Batteriepack. Als Basis dienen u. a. individuelle Berechnungen des Energieverbrauchs und der Reichweiten. Mithilfe detaillierter Routen- und Einsatzanalysen lässt sich darüber hinaus die Fahrzeugnutzung des MAN Lion’s City E weiter optimieren. „Unser Ziel ist es, die Kunden bestmöglich bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen – ob mit maßgeschneiderten Lösungen, individuellen Beratungsleistungen oder neuen Technologien“, so Heinz Kiess, Leiter Produktmarketing Bus bei MAN Truck & Bus. „Mit dem Lion’s City 10 E runden wir unser Elektro-Portfolio jetzt nach unten ab, sodass kaum noch Wünsche offen bleiben.“






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