Neue Schickeria


Daimler Buses verabschiedet sich vom Travego und bereitet dem Topseller Tourismo eine ganz neue Liga – Weltpremiere standesgemäß im Brüsseler „Le Grand Palais“.

Neuer Mercedes-Benz Tourismo in Viperngrün und mit aerodynamischem Feinschliff

Er war der prestigeträchtigste Vertreter deutscher Busproduktion und Pionier als innovativer „Safety Coach“ – der Travego. Für die Busbranche ist mit der ab November geltenden verschärften Überschlagsnorm ECE R66.02 eine tiefgreifende Änderung auf dem Plan. Beide Baureihen – den preiswerten Tourismo und den Luxusliner Travego – auf diese neue Norm umzubauen, wäre ohne aufwändige Eingriffe ins Gerippe nicht möglich gewesen. Daher vereinheitlicht Daimler Buses seine zwei Mercedes-Reisebusbaureihen unter dem Namen Tourismo. Eine kluge Strategie. Im Vorfeld der „Busworld“ hatte nun in Brüssel der Mercedes-Benz Tourismo in dritter Generation Weltpremiere.

Die markanten Haupt- sowie die Nebelscheinwerfer übernimmt der Reisehochdecker vom Mercedes-Benz Actros, die Rückleuchten vom Stadtbus Citaro. Eine aerodynamisch perfektionierte kuppelförmige Windschutzscheibe geht über eine dunkel eingefärbte A-Säule nahtlos in glattflächige Seitenwände über. Der technische Kniff, dass bei einer Geschwindigkeit ab 95 km/h die Karosserie des neuen Tourismo um 20 mm abgesenkt und bei einer Geschwindigkeit unter 70 km/h wieder angehoben wird, soll Kraftstoffverbrauch und Emissionen senken. Die Entlüftung des Motorraums erfolgt durch ein auf der rechten Seite angebrachtes Gitter auf der Motorklappe. Auf das zweite Gitter, das aus designtechnischen Gründen beim Vorgängermodell zusätzlich auf der linken Seite angebracht war, wurde verzichtet. Durch viele aerodynamische Maßnahmen erreicht der Tourismo RHD einen herausragenden Luftwiderstandsbeiwert von 0,33. Kein anderer Reisebus erreicht derzeit einen besseren cw-Wert.

Der Tourismo wird in zwei Radständen von 6.090 mm und 6.910 mm kombiniert mit zwei oder drei Achsen angeboten. Zusammen mit zwei unterschiedlichen hinteren Überhangmaßen entstehen daraus vier Varianten mit drei Längen. Der Tourismo RHD mit zwei Achsen ist das Basismodell mit einer Länge von 12.295 mm. Der Tourismo RHD M2 ist die verlängerte Ausführung des Zwei-Achsers mit einer Länge von 13.115 mm. Tourismo RHD M hat das klassische Dreiachser-Format mit einer Länge von ebenfalls 13.115 mm. Der 13.935 mm lange Tourismo RHD L ist der dreiachsige Reise-Riese. Der neue Tourismo RHD ist in allen Varianten 2,55 m breit und 3,68 m hoch. Durch einen höheren Grundrahmen wächst das Gepäckraumvolumen im Vergleich zu den Vorgängermodellen deutlich an.

Raumgefühl

Der Laufgang liegt jetzt 1.370 mm über dem Fahrbahnniveau und die Stehhöhe von über 2 m ermöglicht auch großgewachsenen Personen das aufrechte Stehen. Die Sitze sind auf 150 mm hohen Podesten angeordnet, was bequemes Aufstehen und Platznehmen gewährleistet. Eine Brüstungshöhe von 750 mm sichert den Fahrgästen gute Aussicht. Die neuen Service-Sets, die über den Passagieren angebracht sind, enthalten runde verstellbare Luftdüsen, Leselampen, Lautsprecher sowie einen Hostess-Ruf. Die überarbeitete, deutlich leichtere und mit Zweizonen-Regelung ausgestattete serienmäßige Klimaanlage sorgt für gleichmäßige Temperaturverteilung über die gesamte Fahrzeuglänge. Der Fahrerplatz wird davon unabhängig separat klimatisiert. Der Fahrer sitzt nun um 50 mm erhöht auf 910 mm über der Fahrbahn, was ihm einen besseren Überblick über das Verkehrsgeschehen ermöglicht. Der Fahrersitz ist natürlich vielfach verstellbar und verfügt über ein integriertes Mikrofon. Optional kann er mit einer Sitzheizung und einer Drehfunktion ausgestattet werden. Die Pedalerie ist nun hängend angeordnet, was die Bedienung komfortabler machen soll. Das Vierspeichen-Multifunktionslenkrad, das auf Wunsch auch in Leder lieferbar ist, kann pneumatisch in eine fast senkrechte Position verstellt werden.

Das neue Cockpit ist in Ergonomie, Wertigkeit und Elektronik bravourös gelöst.

Das Cockpit des Busses ist fahrerorientiert ausgelegt und steht in zwei Ausführungen zur Verfügung: das funktionelle „Cockpit Basic Plus“ und die Topvariante „Cockpit Comfort Plus“. Beide Cockpits sind ergonomisch gestaltet, wobei alle wesentlichen Bedienelemente übersichtlich in Griffweite des Fahrers angeordnet sind. Das Cockpit „Cockpit Comfort Plus“ bietet im Vergleich zum „Cockpit Basic Plus“ eine noch hochwertigere Optik. Das Design des „Cockpit Comfort Plus“ ermöglicht die Integration des Coach Multimedia System CMS mit seinem 7" großen Farbdisplay. Das CMS ermöglicht die Steuerung der kompletten Unterhaltungselektronik, des Navigationssystems und der Telefonbedienung über Bluetooth. Auffällig ist auch der neu gestaltete Innenspiegel, der einer modischen Sonnenbrille gleicht.

Der ganze Artikel ist im Heft 6-7/2017 nachzulesen.


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