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Der Löwe packt‘s

Vier Monate am Polarkreis hat der MAN eTruck den Stresstest mit Bravour gemeistert.


MAN eTruck Test am Polarkreis

Dort bewies der für Tagesreichweiten zwischen 600 und 800 km taugliche MAN eTruck, dass er auch bei Eis, Schnee und Temperaturen bis zu –40 °C problemlos funktioniert. Fahrfunktionen und Reichweite, Klimatisierung und Ladeverhalten standen auf Tausenden erfolgreichen elektrischen Testkilometern unter arktischen Bedingungen im Fokus.


„Die Wintertests waren ein voller Erfolg. Unsere Ingenieure haben den neuen eTruck buchstäblich Tag und Nacht unter den härtesten Bedingungen auf Herz und Nieren getestet. Der Reifegrad ist schon jetzt extrem hoch und das Entwicklungsteam arbeitet mit großer Leidenschaft an den weiteren Erprobungen, um unseren Kunden ein optimales Produkt für den Umstieg auf den CO2-freien Straßengütertransport zu liefern“, so Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN Trucks & Bus.


Rund 30 Testingenieure trotzten rund vier Monate dem polaren Winter mit klirrender Kälte, Schneestürmen und nur wenigen Stunden Tageslicht, um den neuen MAN eTruck weiter zur Serienreife zu bringen. Dabei testeten sie an vier Prototypen mit unterschiedlichen Batterie-, E-Motor-, Getriebe-, Achs- und Fahrerhauskonfigurationen des späteren Serienangebots u. a. das Gesamtenergiemanagement, das Kühlungs- und Thermomanagement der Batteriepacks, das Zusammenspiel und die Steuerung der Antriebsstrangkomponenten sowie das Ladeverhalten unter den extremen Winterbedingungen. „Interdisziplinäre Teams sind der Schlüssel, um den eTruck reif für alle Kundenanforderungen und Einsatzbedingungen zu machen. Denn unser Ziel ist es, mit dem neuen eTruck bereits einen großen Teil des heutigen Anwendungsportfolios elektrisch abdecken zu können. Der CO2-freie Ferntransport von Kühlware in der klassischen Sattelzugkombination wird damit ebenso möglich sein wie die Abholung von Milch beim Biobauern mit dem elektrischen Lebensmitteltankzug oder die geräuscharme und abgasfreie Abfallentsorgung in der Stadt“, erklärt Rainer Miksch, Vice President Vehicle Testing, MAN Truck & Bus.


Der Einsatz in der Wintererprobung war dabei erst der Anfang einer Reihe von zahlreichen Fahrzeug- und Komponententests, mit denen der neue MAN eTruck bis zu seinem Marktstart umfassend getestet wird. Dabei müssen Batterien ihre Widerstandsfähigkeit in offenem Feuer, beim Eintauchen in Wasser und bei freiem Sturz auf den Boden beweisen, einzelne Komponenten sowie das gesamte Fahrzeug anspruchsvolle Crashtests absolvieren, aber auch Geräuschmessungen und Untersuchungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit sind nur einige der zahlreichen anstehenden Validierungen, die den Truck zur Serienreife bringen. Daneben wird der neue eTruck viele hunderttausend Kilometer im Dauerlauf auf europäischen Straßen zurücklegen. Dazu gehört neben der Wintererprobung auch die sog. Heißlanderprobung im Süden Spaniens mit Außentemperaturen deutlich über +40 °C und starker Sonneneinstrahlung, die Bauteile extrem erhitzt und ganz eigene Anforderungen sowohl an die Temperierung der Batterien, das Lademanagement als auch die Antriebsstrangkomponenten stellt, wie Rainer Miksch betont: „Den teilweise extrem unterschiedlichen Einsatzbedingungen mit Blick auf die vielfältigen Anwendungen unserer Kunden gerecht zu werden, ist die hohe Kunst der Nutzfahrzeugentwicklung. Aber nachdem der eTruck unsere Erwartungen in der Wintererprobung mehr als erfüllt hat, freut sich das gesamte Test- und Entwicklungsteam bereits auf die anstehenden Validierungen und die Sommererprobung, um dem Großserieneinsatz des Elektro-Lkw wieder ein Stück näher zu kommen.“


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