Ergebnisloser Brenner-Gipfel

12.6.2018

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter hat beim heutigen Brenner-Gipfel in Bozen ein gemeinsames Bekenntnis der Teilnehmer zu einer Lastwagen-Obergrenze und Mauterhöhungen verlangt. Platter habe in die Verhandlungen mit Vertretern aus Deutschland, Österreich und Italien ein entsprechendes Zusatz-Protokoll vorgelegt. Ein vorbereitetes Papier, das eine Vereinbarung von 2009 aktualisiere, enthalte hauptsächlich Absichtserklärungen und ein prinzipielles Bekenntnis zu einer verstärkten Verlagerung von Gütern auf die Schiene. Es enthalte damit keine großen Neuerungen, sagte Platters Sprecher. Tirol wolle aber „echte Maßnahmen, welche die Bevölkerung entlasten“. Im Vorfeld des Gipfels hatte auch Südtirol die Forderung nach einer Lkw-Obergrenze sowie einer sogenannten Korridormaut von München bis Verona mit einer Anhebung der Gebühren besonders in Deutschland auf ein gemeinsames Niveau bejaht. Bevor nicht der Lastwagenverkehr spürbar abnehme, werde Tirol an den Blockfertigungen bei der Einreise aus Deutschland festhalten, bekräftigte Platter. Die zeitweise Begrenzung der Lkw auf rund 250 pro Stunde hatte lange Staus auf beiden Seiten der Grenze ausgelöst und zu Verstimmungen zwischen den Ländern geführt. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer  sagte wegen des Streits seine Teilnahme an dem Gipfel ab. Die bayerische Seite forderte in Bozen erneut ein Ende der Blockabfertigungen. Ohne plausible Gegenvorschläge angeboten zu haben. Schmollen wird halt nichts ändern.

 

 Blockabfertigung staut den Güterverkehr beidseits der Grenze

 

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